Geboren 1969 in Duisburg. Nach dem Abitur zog es ihn nach Berlin, wo er an der Hochschule der Künste studierte, den Fall der Mauer erlebte und seine ersten literarischen Versuche unternahm – darunter Kurzhörspiele, etwa für den Hessischen Rundfunk.
In seinen Romanen Das Mädchen in Blau (erscheint 2026), Gespenster wie wir (2024), Guten Tag (2009) und Requiem für einen Freund (2004) verbindet Meetschen persönliche Lebensgeschichten mit historischen und politischen Ereignissen. Inspiriert von Schriftstellern wie Paul Auster, Milan Kundera und Cees Nooteboom sowie vom europäischen Kino – insbesondere den Filmen Krzysztof Kieślowskis, über die er an der SWPS Universität Warschau promovierte – erzählt er von Menschen, deren Schicksale sich im Spannungsfeld von Zufall und metaphysischer Sinnsuche entfalten.
Sein literarisches Spektrum umfasst neben Romanen auch Biographien – darunter die Lebensgeschichte des NS-Widerstandskämpfers Fritz Gerlich – und Kurzgeschichten wie „Wilde Wochen“ (Ruhrgebiet: über uns, 2023) oder „Die letzten drei Reihen“ (Wortschau Nr. 45, 2025). Ein Literaturstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung unterstützte Meetschens literarischen Weg. Für seinen Roman Gespenster wie wir, empfohlen vom Deutschen Kulturforum östliches Europa, erhielt er breite Resonanz. So schrieb der Rezensent des Neuen Deutschland: „Dass man in einer von Dystopien regierten Gegenwart noch solch helle, anmutige Bücher findet, muss man als wahres Geschenk bezeichnen.“
Stefan Meetschen arbeitet als Redakteur beim Nordkurier. Er war Redakteur im Berliner Büro der KNA und Feuilletonleiter einer katholischen Wochenzeitung. Artikel von ihm wurden unter anderem in Medien wie Więź, Jüdische Allgemeine, Rheinische Post, Cicero und Der Tagesspiegel veröffentlicht. Seine Arbeiten finden auch international Beachtung – so etwa sein Haiku „Lady in Pink“ im Rahmen der Ausstellung Sanctuary in der Olivier Cornet Gallery in Dublin (2020).
