
Wien. Was sind das für Bilder? Strudelhofstiege, Freud-Museum, Kahlenberg. Doch von unseren Wegen durch die Stadt gibt es keine Aufnahmen. Der Weg hinunter in die Gruft der Hasbsburger. Kühl war es dort.
Der Anblick Deines Bildes schneidet mir ins Herz. Eine junge, schöne Frau.
Die Wege haben sich getrennt.
Hier ein Winken der Freude über ein Wiedersehen, dort Verzweiflung, dort ein gemeinsames Lachen.
Wie Erinnerungen doch täuschen können. Als müßte ich nur den Kopf zur Seite drehen und könnte Dich dort sehen.
Gab es einen Plan? Musste es so sein? Sollte es weitergehen?
In Wien schwitzten wir. Suchten das Hundertwasser-Museum.
Der Geistliche am Rand sagte uns: „Auf mich wartet nur noch die Gruft.“
Dabei hat Freud doch gesagt, es sei unmöglich, sich den eigenen Tod vorzustellen. Nur als Zuschauer, denn im Unbewussten glaubt jeder an seine Unsterblichkeit.
Eines Tages wirst Du in Deiner Gruft liegen, und ich in meiner. Aber vielleicht werden wir dann noch einmal lachen über die lächerlichen Dinge. Nur ohne Körper.
Text: mee