Lemberg, Bahnhof

Foto: mee

Sommer 2012: Der Bahnhof von Lemberg. Er wirkte wie ein vergessenes Möbelstück der Habsburger. 

Gewölbte Hallen, glänzende Treppen.

Es lag eine mediterrane Hitze über der Stadt. 

Abends hörten wir Schüsse.

„Eine wilde Gegend“, dachte ich, als der Polizist mich wegen Trunkenheit stoppen wollte. Ich war nüchtern und fuhr einfach weiter.

Wie mag es heute in Lemberg aussehen? 

„Missgünstig, verschlagen und voller Verstellung sind die Tyrannen“, schrieb Marc Aurel einst in seinen Selbstbetrachtungen.

Putin, Trump – mir fehlen die Worte.

In den Talkshows wird es nicht still.

Die immergleichen Experten erklären, was nicht zu begreifen ist.

Text: mee

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